25 Jahre Unabhängige Wählergemeinschaft Heide - UWH -

Anfang der 80-ger Jahre verstärkte sich das Gefühl, viele Heider Bürger würden von den etablierten Parteien nicht mehr richtig vertreten, nicht hinreichend informiert, es fehlte die Bürgernähe.

Es formierte sich eine Gruppe um Volker Schuster, die als neue Partei im März 1986 zur Kommunalwahl antreten wollte, denn Jammern half nicht, wer was ändern will, muss als Kommunalpolitiker dafür Kämpfen.

So wurde am 07.Okt. 1985 im Heider Hof die Unabhängige Wählergemeinschaft Heide - UWH - gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Volker Schuster, zu seinem Stellvertreter Ulf-Dieter Reinis gewählt.

Nach der Kommunalwahl im März 1986 zog die UWH als dritte Kraft neben CDU und SPD mit zwei Sitzen in die Stadtverordnetenversammlung ein, zuzüglich erhielt Volker Schuster einen Magistratssitz.

Wesentliche Ziele der UWH waren es und haben auch heute noch ihre Gültigkeit, die Mehrheitsverhältnisse im Stadtparlament so zu verändern, dass mehr in der Sache gestritten wird, dass Bürgerinteressen besser und erkennbar vertreten werden.

Die UWH bringt sich in allen politischen Entscheidungen kritisch ein und sieht sich immer größeren Anfeindungen von CDU und SPD ausgesetzt. Diese Situation erreicht ihren Höhepunkt während des Bürgerbegehrens der UWH gegen den Bau des Heider Thermal- und Solebades 1994. Das Bürgerbegehren scheitert leider an ca. 60 Wählerstimmen.

Doch in unzähligen Verhandlungen gelingt es der UWH das 100 Mio. DM teure Solebad- Abenteuer für Heide zu verhindern. Die Firma Dayle hatte die sichere Finanzierung des Bauvorhabens nicht nachweisen können. Zur selben Zeit hatte Dayle in Salzhemmendorf eine 40 Mio. DM - Bauruine hinterlassen.

Heide wurde durch die UWH vor einer gewaltigen Verschuldung bewahrt, die Gemeinde Kaitum auf Sylt ist heute das beste Beispiel dafür.

Am Beispiel und nach Klärungsgesprächen mit dem Sylter Stadtwerken stellte die UWH 1998 mit Erfolg den Antrag, den Eigenbetrieb Stadtwerke Heide, in die Rechtsform einer GmbH umzuwandeln. Die Vorteile für die Heider Bürger sind unumstritten.

1995 wurde auf Antrag der UWH der Beschluss gefasst Lüttenheit in den Folgejahren zur Museumsinsel auszubauen.

In vielen anderen Projekten war die UWH ein Erfolg seitens der CDU und SPD nicht vergönnt. Z. B. Parkpalette, Blitzschutz für Heider Ampeln, dem Fällen der 80- jährigen Bäume in der Waldschlösschenstraße, hier scheiterte die UWH mit ihrem Antrag, eine Baumschutzsatzung zu erlassen.

1994 zieht die UWH nach der Kommunalwahl mit fünf Stadtverordneten in das Stadtparlament ein. Starker Zuspruch beim Bürger.

  • Erfolgreich gelingt es gemeinsam mit den anderen Parteien die Abwasserbeseitigung der Stadt Heide als Eigenbetrieb in die Stadtwerke einzugliedern
  • den Bau der Fachhochschule West für Heide zu sichern und voranzubringen
  • die Obdachlosenunterbringung zu lösen
  • die Süd- Ost- Umgehung zu bauen und das Verkehrsproblem in der Kreuzstraße zu lösen nur um einige zu nennen.

CDU und SPD werden nicht müde der UWH ständig zu zusetzen. Gegen Volker Schuster als Magistratsmitglied, wird beim Innenminister ein Disziplinarverfahren wegen der Verletzung der Verschwiegenheitspflicht angestrebt, es endet ergebnisoffen.

Bei der nächsten Kommunalwahl fällt die UWH auf drei Sitze in der Stadtverordnetenver- sammlung zurück. Schuster konzentriert sich mit Erfolg auf die Kreispolitik, sein Nachfolger wird Karsten Prskawetz.

Die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit wurde weniger, die Mitgliederzahlen gingen zurück.

Durch innere personelle Veränderungen und Neuwahlen zum 1. Vorsitzenden Herrn Sven Görber und zum Fraktionsvorsitzenden Herrn Werner Grzybowski ist die UWH derzeit mit zwei Ratsmitgliedern in die Ratsversammlung vertreten, eine geordnete ehren amt- liche Arbeit ist gewährleistet.

In 25 Jahren konnte die UWH in Tausenden von Stunden ehrenamtlicher Arbeit für die Bürger unsere Stadt positiv mitwirken und einiges erreichen, das haben wir auch der Unterstützung der Heider Bürger zu verdanken.

Unsere Motive damals wie heute: bürgernahe, sachorientierte, ideologiefreie und  nach- vollziehbare Kommunalpolitik für Heide.

Im Rückblick auf die zurückblickenden Jahre ein Dankeschön an alle Mitglieder für Ihre Unterstützung und Treue.

Robert Busekow                Sven Görber             Werner Grzybowski         Heide, 20.10.2010

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